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SL Benfica - CD Aves 2:1

Atualizado: 12 de Jan de 2020

Vor einer vermeintlichen Pflichtaufgabe stand Benfica am Freitagabend gegen den Clube Desportivo das Aves. Nach dem Sieg in Guimarães und vor dem Stadtderby bei Sporting lag das Heimspiel gegen den Tabellenletzten wie ein appetitliches Fleischstückchen im Sandwich zweier richtig schweren Auswärtsbegegnungen.



Die Unterschiede zwischen den beiden Klubs könnten größer nicht sein: Musste der Tabellenführer im bisherigen Saisonverlauf erst eine Niederlage hinnehmen, konnte der Tabellenletzte bislang nur einen einzigen Sieg feiern. Von den Marktwerten sollten wir an dieser Stelle eigentlich erst gar nicht reden. Ich tue es trotzdem, weil die Unterschiede einfach unglaublich sind: Transfermarkt.de schätzt den Kader des Rekordmeisters aktuell auf 352 Millionen Euro, das Team von CD Aves bringt es auf zwölf Millionen.


Die Siegesgewissheit unter den Anhängern von Benfica vor der Partie war also kein Zeichen von Überheblichkeit, sondern spiegelte lediglich die Realität in der Liga NOS wieder. Trotzdem hatte ich ein mulmiges Gefühl, als die Startelf von Benfica bekannt wurde. Mit Neuzugang Julian Weigl, Jota und Seferovic rotierte Trainer Bruno Lage gleich auf drei Positionen. Sollte unser Trainer das Tabellenschlusslicht etwa doch ein kleines bisschen unterschätzen? Andererseits ist Rotation beim vollgepackten Terminplan der Adler in den nächste Wochen Pflicht, und Kritik am so unglaublich erfolgreichen Coach mutet dieser Tage sowieso ein wenig wie kindische Gotteslästerung an.


Wer das Spiel nicht verfolgen konnte, ahnt spätestens nach dieser Einführung, was kommen sollte. Unter dem Motto „wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen“, spielten die Kellerkinder fröhlich drauf los und brachten die nicht immer hellwach wirkende Defensive der Hausherren mit ihren Kontern mehr als einmal in Bedrängnis. Nach 20 Minuten war die Überraschung perfekt, als Mohammadi auf der rechten Seite loslief und den Ball aus spitzem Winkel in die Maschen drosch.


Zwar kamen die alles andere als schlecht spielenden Adler bis zum Pausenpfiff noch zu einigen Chancen. Doch jedesmal fehlten entweder Zentimeter, oder der bärenstarke französische Gästetorhüter Beunardeau bekam doch noch irgendwie die Finger an den Ball.


Im zweiten Durchgang dann ein Spiel auf ein Tor. Benfica griff unverdrossen an, Aves verschanzte sich vor dem eigenen Strafraum. Die Einwechs