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Benfica nimmt langen Anlauf ins Viertelfinale

Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel am vergangenen Donnerstag bei Dinamo Zagreb musste Benfica vor heimischem Publikum im Estádio da Luz zum Erreichen des Viertelfinales der Europa League mit zwei Toren Unterschied gewinnen. Die Statistik sprach dabei für die Adler, die noch keines ihrer bis dahin 19 Heimspiele in der Europa League verloren haben.


Auf der Pressekonferenz vor der Partie gab Trainer Bruno Lage die Marschrichtung aus, an die gute Leistung während der ersten halben Stunde vor einer Woche in Kroatien anzuknüpfen. Lage, der seit Anfang Januar auf der Trainerbank sitzt, hielt in der Startaufstellung an Innenverteidiger Rúben Dias fest, der nach seinem schweren Fehler am Montag beim enttäuschenden 2:2 im Meisterschaftsspiel gegen Belenenses im Kreuzfeuer der Kritik gestanden hatte.


Eine Startaufstellung, die ansonsten viele Überraschung bereit hielt. Gegenüber dem Hinspiel änderte Lage seine Elf gleich auf sieben Positionen. Dafür gab es eigentlich nur zwei Erklärungen: Entweder vertraute der Trainer tatsächlich unverbrüchlich jedem Spieler seines Kaders, oder die Europa League war in der Prioritätenliste weit hinter den Meistertitel in der portugiesischen Liga gerutscht.


Benfica hatte von Beginn an deutlich mehr Ballbesitz, konnte in der Offensive aber kaum Akzente setzen. Pässe in die Spitze gingen in schöner Regelmäßigkeit ins Leere, es dauerte bis zur 38. Minute, ehe Pizzi erstmals aufs Tor der Gäste schoss. Beide Mannschaften boten den fast 48.000 Zuschauern im Estádio da Luz eine ausgesprochen schwache Vorstellung. Die einen konnten nicht, die anderen wollten nicht.


Dass Benfica keineswegs gewillt war, den internationalen Wettbewerb zu Gusten der nationalen Meisterschaft herzuschenken, stellte Coach Lage gleich nach der Halbzeitpause unter Beweis. Für Zivković sowie den leider hoffnungslos überforderten Nachwuchsmann Yuri Ribeiro brachte er mit Grimaldo und Jonas zwei kampferprobte Stammkräfte und wechselte damit die komplette linke Seite aus. Ab der 62. Minute stand dann auch noch João Félix für Jota auf dem Feld.


Die Wechsel zahlten sich unmittelbar aus. Benfica spielte jetzt wesentlich druckvoller und kam zu Torchancen. Es dauerte jedoch bis zur 71. Minute, ehe der Abwehrriegel der Kroaten zum ersten Mal geknackt war. Mit einem Schuss von der Strafraumgrenze besorgte Altmeister Jonas den Führungstreffer. Die Adler feuerten jetzt aus allen Rohren, al