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SL Benfica - Vitória Setúbal 1:0

Drei Wochen ist der letzte Blogeintrag schon her, mit dem ich mich in die Ferien verabschiedet habe. Die Reise habe ich mit dem guten Vorsatz angetreten, auch im Urlaub über die Spiele der Adler zu schreiben. Viermal stand Benfica seitdem auf dem Platz, auf dem Papier ist die Bilanz von drei Siegen in der Liga und einer Niederlage in der Champions League ziemlich passabel.


Allein, die rechte Lust zum Schreiben wollte nicht aufkommen. Das liegt zum einen natürlich daran, dass ich in schöner Regelmäßigkeit schon nach wenigen Tagen an den Stränden der Algarve zur Faulheit neige. Hinzu kommt jedoch, dass Benfica nach dem 4:0 in Braga in keinem Spiel mehr überzeugen, geschweige denn begeistern, konnte.



Für das Heimspiel gegen Gil Vicente sind wir eigens die 270 Kilometer von der Algarve nach Lissabon zurück gefahren. Ein Eigentor direkt vor dem Pausenpfiff und ein Treffer von Pizzi kurz nach Wiederbeginn genügten, um den Aufsteiger, der noch in der Vorsaison in der 3. Liga spielte, mit 2:0 zu schlagen. Viel mehr bleibt von diesem Pflichtsieg nicht in Erinnerung. Höhepunkt des Spieltags waren eindeutig die Stunden vor dem Anpfiff an der Megabar, wo sich vor jeder Partie viele nette Menschen treffen. Endlich konnte ich dort auch Alfredo und Cristiano vom US-Benfica Podcast persönlich kennen lernen.


Drei Tage darauf der erste Auftritt des Rekordmeisters in der Champions League gegen RB Leipzig, der nichts gutes verhieß. So sagte ich im Interview mit der Leipziger Volkszeitung die 1:2-Heimniederlage leider exakt voraus. Es ist mittlerweile zum echten Ärgernis geworden, dass Benfica ausgerechnet in der Königsklasse seine Spieler für die Meisterschaft schont. Nur 46.000 Zuschauer im Estádio da Luz sprechen Bände über die Erwartungshaltung der Benfiquistas auf internationalem Parkett.


Immer öfter macht die Theorie die Runde, dass die Adler die europäische Bühne nutzen wollen, um die neuesten "Produkte" aus ihrer Akademie in Seixal zu präsentieren. Ein bekannter twitterte dazu, eigentlich habe nur noch eine kleine Präsentation der jungen Spieler durch Berater Jorge Mendes nach der Begegnung gefehlt. Was an dieser Theorie dran ist, kann ich schwer beurteilen. Fakt ist aber, dass bei Benfica gegen den Tabellenführer der Bundesliga alles andere als die stärkste Elf auf dem Feld stand.