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Überzeugende Adler verteidigen die Tabellenspitze

Eine aufregende Woche liegt hinter uns, an deren Ende auf Benfica das schwere Auswärtsspiel bei Moreirense wartete. Doch die Partie beim Tabellenfünften in Nordportugal rückte nach der Auslosung des Viertelfinales in der Europa League am frühen Freitagnachmittag zumindest bei vielen Benfiquistas in Deutschland erst einmal völlig in den Hintergrund. Eintracht Frankfurt heißt dort der Gegner, eine ebenso reizvolle wie schwere Aufgabe, mit einem Rückspiel vor der eigenen Haustür.


Zumindest die Flüge zum Hinspiel in Lissabon haben wir gleich am Freitag gebucht. Nun gilt es, irgendwie an Tickets für die schon lange vor der Auslosung ausverkaufte Begegnung in der Commerzbank-Arena zu kommen.


Zurück zur Partie in der Liga NOS. Verfolgten am Donnerstagabend 48.000 Fans das Achtelfinale der Europa League im Estádio da Luz, bietet die Spielstätte in Moreira de Cónegos auf drei Tribünen lediglich 6.100 Plätze, die bei einem Besucherschnitt von 2.000 Fans natürlich mehr als ausreichend sind. Doch das ist schon eine Menge, denn das 360 Kilometer nördlich von Lissabon gelegene Städtchen hat nur 4.800 Einwohner.


Nicht nur bei den Spielstätten trennen beide Vereine Welten. Moreirense zählt 2.000 Mitglieder, bei Benfica sind es rund 225.000. Der Kader des von Ivo Vieira trainierten Gastgebers hat einen Marktwert von 12,4 Millionen Euro, das Team von Bruno Lage wird von transfermarkt.de auf 277 Millionen taxiert.


In seiner insgesamt neunten Saison in der höchsten Spielklasse sorgt der Moreirense Futebol Clube für Aufsehen. Als überraschender Tabellenfünfter gingen die Nordportugiesen in die Partie, in der Hinrunde hatten sie bei Benfica völlig verdient mit 3:1 gewonnen. Ein Desaster, dass ich im Estádio da Luz miterleben durfte. Der bislang größte Triumph gelang dem Klub aus der Region Minho in der Spielzeit 2016/17, als die seinerzeit von Augusto Inácio trainierte Mannschaft den Ligapokal gewann und dabei im Halbfinale auch Benfica ausschaltete.


Nachdem bereits am Samstag der FC Porto mit 3:0 gegen Marítimo gewonnen hatte, war ein Auswärtssieg für die Adler Pflicht, um die Tabellenführung zu verteidigen. Trotz der kräftezehrenden 120 Minuten gegen Zagreb drei Tage zuvor übernahm Benfica vom Anpfiff weg das Heft des Handelns. Erst drei Minuten waren gespielt, als Pizzi nach einem Zuspiel von Rafa knapp am Tor vorbei zielte. In der 9. Minute