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Die Liga NOS 2019/20

Am 9. August startet die Liga NOS in die Saison 2019/20. Während das Rennen um den Meistertitel wieder ein Duell zwischen Benfica und dem FC Porto verspricht, dürfte die Hälfte der Erstligisten um den Klassenerhalt kämpfen. Gleich neun Vereine gehen mit neuen Übungsleitern in die Spielzeit.



Rekordmeister ist Benfica mit 37 Titeln, es folgen der FC Porto (28) und Sporting Lissabon (18). Belenenses Lissabon und Boavista Porto mit je einem Meistertitel schließen den sehr übersichtlichen Kreis der Vereine, die seit der Ligagründung 1934 Meister werden konnten.


Seinen derzeitigen Namen verdankt das Oberhaus des portugiesischen Fußballs dem Medienunternehmen NOS, das die Liga seit Februar 2015 sponsert. Über den Wert der Namensrechte haben der Ligaverband LPFP und NOS Stillschweigen vereinbart.


Die Begegnungen werden üblicherweise zwischen Freitagabend und Montagabend ausgetragen, fernsehgerecht hat dabei jede Partie eine eigene Anstosszeit. Dass die Spiele erst kurzfristig konkret terminiert werden, macht den Freunden des portugiesischen Fußballs das Leben häufig schwer. In Deutschland wird die Liga NOS von den Streaming-Diensten DAZN und sportdigital übertragen, wobei sich das Angebot auf die Begegnungen der drei Großvereine Benfica, Porto und Sporting beschränkt.


Die Liga NOS ist eine Spielklasse der Extreme. In ihr trifft ein Klub wie Benfica, der mit 240.000 Mitgliedern und einem Jahresumsatz von über 200 Millionen Euro zu den großen Namen des globalen Fußballgeschäfts gehört, mitunter auf Konkurrenten aus Ortschaften, die keine 5.000 Einwohner zählen. Sind die Kader der „großen Drei“ gemeinsam rund 800 Millionen Euro wert, bringen es die übrigen 15 Teams der Liga zusammen gerade einmal auf etwas mehr als 300 Millionen.


Auch geographisch ist die Liga NOS alles andere als ausgeglichen. Im Norden des Landes kämpfen rund um die Städte Porto, Braga und Guimarães gleich elf Erstligisten um die Gunst der Zuschauer, im Ballungsraum Lissabon sind es deren vier. Je ein Klub aus der Algarve sowie von den Atlantikinseln Madeira und São Miguel komplettieren das Teilnehmerfeld. Weite Teile des Landes bleiben also vom Spitzenfußball ausgeschlossen.


Der portugiesische Meister nimmt automatisch an der Gruppenphase der Champions League teil, während der Vizemeister in die Qualifikationsrunde muss. Der Meisterschaftsdritte und -vierte qualifiziert sich ebenso wie der Pokalsieger für die Europa League. Ist der Pokalsieger bereits über die Liga für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert, spielt auch der Fünftplatzierte in der Europa League.


Doch werfen wir einen Blick auf die 18 Vereine, die in dieser Saison um den Titel in Portugal kämpfen.


Sport Lisboa e Benfica


Gegründet: 1904

Heimatstadt: Lissabon (545.000 Einwohner)

Stadion: Estádio do Sport Lisboa e Benfica (65.000 Plätze)

Trainer: Bruno Lage (seit Januar 2019)

Marktwert des Kaders: 313 Millionen Euro